Region

Bündnis der Bahn-Bürgerinitiativen gegründet

Die Gründungsmitglieder des Bündnisses der Bahninitiativen im Nordwesten trafen sich in Bad Zwischenahn.

Die Gründungsmitglieder des Bündnisses der Bahninitiativen im Nordwesten trafen sich in Bad Zwischenahn.
Foto: Harald Dannapfel

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Oldenburg / Bad Zwischenahn / am / pm – In Bad Zwischenahn haben sich am gestrigen Donnerstag Bahn-Bürgerinitiativen aus Bremen und der Nordwest-Region Niedersachsens in einem Bündnis zusammengeschlossen. Vertreten waren die Bahnlärm-Initiative Bremen, Aktionsbündnis „Sicherheit und Nachtruhe an der Bahn“ (Delmenhorst, Hude), die Bürgerinitiative Boitwarden (Wesermarsch), die IBO und LiVe e.V. (Oldenburg), Bürgerinitiative-Bahnlärm Zwischenahn, Aurich – ran an die Bahn e.V. und weitere Gäste aus Oldenburg.

In einem Eingangsreferat fasste Harald Dannapfel (IBO Oldenburg) die nach seiner Meinung wichtigsten sich abzeichnenden Probleme eines fehlenden zukunftsfähigen Bahnkonzeptes für die Region zusammen und stellte auch die europäische Dimension heraus. „Der Schutz der Bevölkerung vor Gefahrgutunfällen, Bahnlärm und Erschütterungen beginnt bereits bei der richtigen Trassenwahl“, so Dannapfel.

Zu den Zielen des neuen Bündnisses, die einstimmig beschlossen wurden, gehört die Mitgestaltung eines nachhaltigen und zukunftsfähigen Infrastruktur-Gesamtkonzeptes für die Nord-West-Region im Trans-Europäischen-Verkehrsnetz (TEN). Dazu zählen nach Angaben des Bündnisses: Schaffung von Güterverkehrstrassen zum Schutz und zur Entlastung der Bevölkerung vor den Folgen von Unfällen bei Gefahrguttransporten, Bahnlärm, Erschütterungen, Feinstaub sowie die Berücksichtigung der Natur, möglichst geringen Landschaftsverbrauch und Schonung des Wohnumfeldes sowie Entlastung der Eisenbahn-Knoten Bremen und Oldenburg durch Beseitigung von Engpässen. Das Bündnis will zudem die Verbesserung der Hinterlandanbindung und Verbindung der norddeutschen Häfen miteinander (Papenburg, Leer, Emden, Wilhelmshaven, Nordenham, Brake, Bremerhaven) und Entwicklung eines schienengebundenen ÖPNV-Konzeptes unter Einbeziehung von zum Teil stillgelegten Trassen im Blick haben.

Eine wichtige Forderung des Bündnisses an Politik, Verwaltung und Deutsche Bahn ist die Einrichtung eines Projektbeirates in der Nordwest-Region, der nach den Vorbildern Bürgerforum Schiene Nord (Y-Trasse) und Projektbeirat Rheintalbahn arbeiten soll. Dieser Idee hatte das Bundesverkehrsministerium jüngst eine Absage erteilt.

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