Website-Icon Oldenburger Onlinezeitung

Stadt verbietet Treffen der Autotuning-Szene

Treffen der Autotuning-Szene sind ab dem 1. Mai im gesamten Oldenburger Stadtgebiert verboten.

Treffen der Autotuning-Szene sind ab dem 1. Mai im gesamten Oldenburger Stadtgebiert verboten.
Foto: Felix Pollmann Fotografie

Oldenburg (pm) – Vom 1. bis 31. Mai werden im gesamten Stadtgebiet Treffen der sogenannten Autotuning-Szene verboten. Zur Autotuning-Szene gehören Fahrzeugführer, deren Fahrzeuge gegenüber der Serienproduktion an Karosserie, Fahrwerk, Motorleistung, Auspuff oder Bereifung technisch verändert wurden. Als Treffen gilt jede Ansammlung von mehr als 10 Fahrzeugen dieser Art. Für den Fall der Zuwiderhandlung droht den Fahrzeugführern das kostenpflichtige Abschleppen, Sicherstellen und Verwahren des Fahrzeuges durch die Polizei. Ausnahmegenehmigungen für Autoveranstaltungen können in begründeten Einzelfällen beim Fachdienst Sicherheit und Ordnung, Pferdemarkt 14, formlos beantragt werden.

Anzeige

Die Stadt Oldenburg reagiert damit auf die wieder zunehmende Anzahl von Treffen dieser Szene insbesondere im Bereich der Firma famila in Wechloy. Bereits im Jahr 2014 hat es Treffen der Tuning-Szene mit bis zu 5000 Fahrzeugen gegeben, die mit negativen Begleiterscheinungen wie Lärmbelästigungen, Vermüllung und Sachbeschädigungen verbunden waren. Darüber hinaus kam es zu Beschleunigungsfahren, bei denen Personen gefährdet wurden. Die Stadt reagierte bereits damals mit einem präventiven Versammlungsverbot auf für zu Ostern angekündigte Treffen. Diese Maßnahme erwies sich 2014 als erfolgreich.

In diesem Jahr häuften sich seit Ostern wieder Treffen mit in der Spitze bis zu 300 Autos, bei denen es wiederum zu massiven Lärmbelästigungen der Anwohner gekommen ist. Auch die für die Fahrer selbst und unbeteiligte Dritte gefährlichen Beschleunigungsfahrten wurden wieder durchgeführt. Die Polizei hat daraufhin ihre Kontrollen deutlich verschärft und insbesondere Platzverweise erteilt und Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren eingeleitet. Die Platzverweise haben in einigen Fällen dazu geführt, dass sich die Szene in andere Stadtteile verlagert hat, so dass beispielsweise ein nur stadtteilbezogenes Versammlungsverbot keine nachhaltige Wirkung entfaltet hätte.

Dieses präventive Versammlungsverbot ist Teil eines Maßnahmenpaketes, welches Polizei, Stadt und die Firma famila erarbeitet haben, um die Situation zu beruhigen.

Die mobile Version verlassen