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Bericht: USA setzen Bund bei Nord Stream 2 unter Zugzwang

Bau von Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die USA haben offenbar Deutschland und andere Verbündete in den vergangenen Tagen über diplomatische Kanäle vor der Gefahr einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine gewarnt. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf eigene Informationen.

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Die USA wurden demnach Ende der Woche sowohl beim Europäischen Auswärtigen Dienst wie in den Außenministerien in Berlin, Paris und London vorstellig. In Berlin gerät dadurch sowohl die geschäftsführende Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch das mögliche „Ampel“-Bündnis unter Führung des Sozialdemokraten von Olaf Scholz (SPD) unter Zugzwang. Die USA dringen darauf, dass Deutschland die Gaspipeline Nord Stream 2, die noch eine Betriebsgenehmigung braucht, gegenüber dem Kreml als Druckmittel einsetzt. Die US-Seite erwartet offenbar von Berlin, dass es das laufende Zertifizierungsverfahren für die Pipeline bei der Bundesnetzagentur stoppt oder zumindest überprüft. Das Projekt ist unter den „Ampel“-Partnern umstritten. Während Grüne und FDP eine Inbetriebnahme ablehnen, hält die SPD bislang daran fest.

Foto: Bau von Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Markus
    7. November 2021 um 1.04 — Antworten

    Wenn das ukrainische Regime gerne zündeln will darf es sich nicht wundern, wenn es sich die Finger verbrennt. Man hofft hier wohl, die Rückendeckung des Westens zu haben. Oder das Regime wurde ermuntert, Russland anzugreifen. Nur wird es dann keine Ukraine mehr geben…
    NorthStream2 ist fertig und könnte sofort in Betrieb gehen. NorthStream1 ist seit Jahren voll ausgelastet und die löcherige Pipeline durch die Ukraine ist dringend sanierungsbedürftig, die hat nämlich zu viele Löcher (Gasdiebstahl). Will der Westen nun Gas oder nicht? Russland liefert und ist absolut vertragstreu.

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