Nachrichten

Bundesregierung bestürzt über Imamoglu-Festnahme

Regierungspressekonferenz am 19.03.2025, via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung hat bestürzt auf die Festnahme von Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu reagiert. „Die Verhaftung des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem Imamoglu und zahlreicher weiterer Personen in der Türkei ist ein schwerer Rückschlag für die Demokratie in dem Land am Bosporus“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

Anzeige

Die Festnahme reihe sich ein in eine Serie erhöhten juristischen Drucks gegen den Istanbuler Oberbürgermeister. „Und für uns ist die Achtung demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien Grundbedingung für eine funktionierende Demokratie.“

Weiter sagte der Sprecher, dass man in einem ständigen Austausch mit den Vertretern der Türkei sei – sowohl über die türkische Botschaft in Berlin als auch über die deutsche Botschaft in Ankara. „Ich bin sicher, dass auch dieses Vorgehen in angemessener Weise gegenüber unseren türkischen Ansprechpartnern adressiert werden wird.“ Darüber hinaus wolle er nicht spekulieren.

Imamoglu war am Mittwochmorgen festgenommen worden. Er soll angeblich Anführer einer kriminellen Organisation sein, weitere Vorwürfe drehen sich um Bestechung und die Manipulation von Ausschreibungen. Zudem geht es um eine angebliche Unterstützung der PKK durch Imamoglus Partei CHP. Neben dem Bürgermeister wurden etwa 100 weitere Personen festgenommen. Imamoglu gilt als mächtigster Rivale des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Regierungspressekonferenz am 19.03.2025, via dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Staatstheater: „Die Kunst der Komödie“ amüsiert mit Niveau

Nächster Artikel

Commerzbank will mehr Rüstungsprojekte finanzieren

2 Kommentare

  1. Manfred Murdfield
    19. März 2025 um 13.07 — Antworten

    Ach, die Türkei ist eine Demokratie? Seit wann?

    • Markus
      19. März 2025 um 21.51 — Antworten

      Nur wenn es darum geht, Regimekritiker ans Messer zu liefern.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.