Iris Berben stört Wahrnehmung von Frauen als Opfer

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Schauspielerin Iris Berben stört die aus der MeToo-Debatte resultierende Wahrnehmung von Frauen in der Öffentlichkeit als Opfer. „Mich stört in der Diskussion, dass ich nur als Opfer wahrgenommen werde. Ich habe ein anderes Selbstverständnis und Selbstbewusstsein“, sagte Berben der „Gala“ (Heft 9/2020).
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In den Sechzigern und Siebzigern sei sie für die Rechte der Frauen auf die Straße gegangen. Für das, was heute für junge Frauen selbstverständlich sei: „mit eigenen Entscheidungen akzeptiert zu werden, Domänen betreten zu können, die sich in der damaligen Zeit den Frauen nicht öffneten“. Angesichts der MeToo-Debatte setzt die Schauspielerin nach eigenen Angaben auf einen spielerisch-respektvollen Umgang beim Flirten. „Ich nehme mir das Recht“, sagte Berben. „Weil ich mir auch das Recht nehme, unterscheiden zu können, wo eine solche Debatte Wichtigkeit hat und Schärfe braucht. Aber ich habe auch das Gefühl, uns werden Errungenschaften wieder weggenommen.“
Foto: Iris Berben, über dts Nachrichtenagentur
3 Kommentare
Iris Berben: Aber ich habe auch das Gefühl, uns werden Errungenschaften wieder weggenommen.“
Von welchen Errungenschaften Frau Berben hier wohl spricht? Doch hoffentlich nicht von der Möglichkeit über die Besetzungscouch auch heute noch eine Kariere zu starten…
So etwas wie die „Besetzungscouch“ wird es immer geben, da kann man nix machen. Nur – sich hinterher irgendwann nach Jahrzehnten zu beschweren und zu versuchen, daraus nochmal kräftig Kohle zu machen ist auch kein feiner Zug… 😉
Ihre These spiegelt das Problem der Branche hervorragend.