Oldenburg

Stadt warnt vor Brandgefahren

Die Trockenheit bleibt weiterhin ein Problem.

Es bleibt insgesamt viel zu trocken.
Foto: Gunnar Ries zwo; Lizenz: CC BY-SA 2.0

Oldenburg (pm) Die extrem heißen Tage sind zwar vorbei. Doch die Folgen der Hitzewelle sind nach wie vor präsent. „Die anhaltende Trockenheit erfordert weiterhin eine erhöhte Wachsamkeit“, mahnt Stadträtin Dagmar Sachse. Auch wenn sich die Temperaturen vorerst normalisiert haben, bleibt es insgesamt viel zu trocken – daran ändern auch gelegentliche Regenschauer nichts.

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„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger daher für Gefahren sensibilisieren und zu verantwortungsvollem Handeln aufrufen“, betont Umweltdezernent Sven Uhrhan. Die Stadtverwaltung appelliert, mit offenem Feuer sehr sorgsam umzugehen. So dürfen Zigaretten, Streichhölzer und andere glühende Stoffe nicht achtlos weggeworfen werden. Es wird darum gebeten, Autos nicht über trockenem Bodenbewuchs abzustellen, weil heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren Brände auslösen können. Auf das Zünden von Geburtstagsfeuerwerken sollte ebenfalls verzichtet werden. Gleiches gilt für das in Niedersachsen zwar offiziell untersagte, aber immer noch beliebte Steigenlassen von Himmelslaternen. Durch ihr leicht entflammbares Material und die unkontrollierbare Flugbahn bergen die Papierlampions ein gefährliches Brandrisiko.

Auch zum Thema Grillen gibt es einige Hinweise: An den Oldenburger Seen sowie auf öffentlichen Grünflächen und in Parkanlagen sind das Grillen sowie das Entzünden von Lagerfeuern unzulässig. Vor allem von Einweg-Grills mit niedrigem Bodenabstand sollte man die Finger lassen. Wer daheim grillen will, sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen und geeignetes Löschmaterial bereithalten. Außerdem muss ein ausreichender Abstand zu Brennbarem in der Umgebung gehalten werden. Bei Wind ist auf einen möglichen Funkenflug zu achten.

Für die Natur ist die Trockenheit längst zu einer harten Belastungsprobe geworden. Viele Bäume haben „Trockenstress“: Dadurch verfärbt sich das Laub. Welke, braune Blätter fallen zu Boden. Mit dieser biologischen Reaktion mindern die Bäume den Wasserverlust beziehungsweise die Verdunstung. Um Jungbäume mit dem nötigen Nass zu versorgen, wurden an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet etwa 250 Bewässerungsbeutel montiert. Diese haben ein Fassungsvermögen von 60 Litern und geben das Wasser langsam innerhalb von fünf bis acht Stunden ab. Beim Bewässern von Straßenbäumen bittet die Stadtverwaltung auch die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe. „Wir freuen uns über jede Unterstützung“, sagt Umweltdezernent Sven Uhrhan.

Auf die Verwendung von Trinkwasser sollte dabei aber möglichst verzichtet werden. Das gilt auch für das Rasensprengen oder das Befüllen von Garten-Pools. Für die Verkehr und Wasser GmbH (VWG), die für die Trinkwasserversorgung in der Stadt Oldenburg zuständig ist, sind solche Nutzungen Hauptgrund für vermeidbare hohe Verbräuche. Generell gilt: Wer Pflanzen oder Bäume bewässern will, sollte dies nicht in der Mittagszeit, sondern in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden tun.

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    3. August 2019 um 11.59 — Antworten

    Wie vertragen sich denn all diese regionalen Ratschläge mit Frau Klöckners Aufforstungs-Programm? Ich dürfte, bei Geldstrafe, nicht einmal Wasser zum Gießen meiner Bäume aus einem nahe gelegenen Flüßchen oder einem kleinen Tümpel in der Nähe entnehmen – aber der durch Austrocknung (!) schwer geschädigte Wald wird jetzt, mit achthundert Millionen Euro, aufgeforstet? Wer bewässert das, damit die Setzlinge überhaupt anwachsen – und vor allem womit? Hat Frau Klöckner eine unerschöpflich Quelle, deren Standort sie uns verschweigt? Derweil stehen die Rehe bei uns schon fast mitten im Ort – und lecken die spärliche Restfeuchtigeit am frühen Morgen vom Gras.
    Manchmal ist die „große Politik“ ganz nah am eigenen Gartenzaun…

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