Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Oldenburg (am/pm) Am heutigen Volkstrauertag legte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Mahnmal für alle Opfer des Nationalsozialismus in Oldenburg einen Kranz nieder. Zuvor hielt er eine kurze Gedenkrede. Auch am Leobschützer Gedenkstein wurde ein Blumengebinde niederlegen.
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Die Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Bezirksverbandes Oldenburg fand im Oldenburgischen Staatstheater statt. Im Anschluss wurden am Artilleriedenkmal in der Ofener Straße Kränze niedergelegt.
Der Volkstrauertag
Der Volkstrauertag findet am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent statt. Er wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Damit sollte ein nicht übersehbares Zeichen der Solidarität mit den Hinterbliebenen der Gefallen von denjenigen gesetzt werden, die keinen Verlust zu beklagen hatten. Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt.
1934 bestimmten die nationalsozialistischen Machthaber durch ein Gesetz den Volkstrauertag zum Staatsfeiertag und benannten ihn „Heldengedenktag“. Die Träger waren bis 1945 die Wehrmacht und die NSDAP. Die Richtlinien über Inhalt und Ausführung erließ der Reichspropagandaminister.
Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde der Volkstrauertag erneut vom Volksbund eingeführt und 1950 erstmals neben vielen regionalen Veranstaltungen mit einer Feierstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages begangen.
Quelle: www.volkstrauertag.de
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