Startschuss für Wendebecken im Oldenburger Hafen
Der Bau des neuen Wendebeckens soll bis 2018 abgeschlossen sein.
Foto: WSA
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Oldenburg/Bremen/am/pm – Seit Januar ist der Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Wendebeckens in Oldenburg rechtskräftig. Unter der Leitung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bremen werden die Baumaßnahmen gemeinsam mit der Stadt Oldenburg durchgeführt. Nach der Ausschreibung und der Vergabe der Aufträge beginnen die Hauptarbeiten im kommenden Jahr. Die Arbeiten sollen bis 2018 abgeschlossen sein.
„Die Genehmigung enthält Auflagen, die wir bei der Aufstellung der detaillierten Ausführungsunterlagen berücksichtigen müssen. Die Planungen hierfür laufen auf Hochtouren“, so Dr. Torsten Stengel, Leiter des WSA Bremen. Vor den Hauptarbeiten werden durch die Stadt Oldenburg und das WSA Bremen die Vorarbeiten wie u.a. Rodung der Flächen, Abriss der Gebäude und Kampfmittelsuche durchgeführt. Die veranschlagten Kosten betragen zirka 13 Millionen Euro.
Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigte sich erfreut, dass jetzt das Gemeinschaftsprojekt mit der Planfeststellung und ersten Arbeiten vor Ort konkrete Formen annimmt. „Die langjährigen Aktivitäten der Hafenwirtschaft, der Oldenburger Abgeordneten und Bundestag und Landtag und der Stadt haben sich ausgezahlt. Mit der neuen Wendestelle wird der Hafen seine Funktion als wichtiger Standortfaktor für die Oldenburger Wirtschaft besser ausfüllen können. Das sichert mehrere hundert Arbeitsplätze.“, so Krogmann weiter.
Mit einem Durchmesser von 165 Meter wird die Wendestelle Seeschiffen mit einer Länge von bis zu 110 Meter ermöglichen, vor der Eisenbahnbrücke in Oldenburg zu wenden und die Fahrt Richtung Weser aufzunehmen. Momentan müssen See- und Binnenschiffe, die an den Oldenburger Umschlagsstellen am Osthafen oder im Stadtbereich Ladung umgeschlagen haben, teilweise in Rückwärtsfahrt bei den Wendemöglichkeiten am Stau bzw. im Mündungsbereich des Hemmelsbäker Kanals drehen. Der in 2008 abgeschlossene Ausbau der Hunte ermöglicht eine Befahrung mit Seeschiffen bis 110 Meter Länge und Binnenschiffen bis 135 m Länge. Erst mit dem Bau der Wendestelle wird daher der komplette Nutzen des Ausbaus der Hunte möglich.
Die Stadt Oldenburg und der Bund sind gleichermaßen daran interessiert, sowohl die Konkurrenzfähigkeit des Oldenburger Hafens als auch die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf der Hunte durch die Einrichtung einer leistungsfähigen Wendestelle in der Hunte mit einem Durchmesser von 165 Meter zu erhalten. Aufgrund des gemeinsamen Interesses haben die Stadt Oldenburg und der Bund eine Vereinbarung zur Organisation, Planung, Finanzierung und bauliche Einrichtung der Wendestelle getroffen; die Stadt Oldenburg bringt die landseitig notwendige Grundstücksfläche ein.
Die Seeschifffahrtsstraße Hunte bildet zwischen Elsfleth und Oldenburg die rund 25 Kilometer lange seewärtige Zufahrt zu den Umschlagsanlagen der Stadt Oldenburg und zusammen mit dem Küstenkanal die küstenparallele Binnenschiffsanbindung der Häfen an der Mittel- und Unterweser zu den Rhein- und Rheinmündungshäfen und der Ems. Das Ende der Seeschifffahrtsstraße Hunte liegt in Oldenburg „Am Stau“. Die Hunte ist tidebeeinflusst. Zurzeit können im Begegnungsverkehr auf der Unteren Hunte Seeschiffe bis 86 Meter Länge, 10,5 Meter Breite und 4,2 Meter Tiefgang und Binnenschiffe bis 100 Meter Länge, 10,5 Meter Breite und 3,5 Meter Tiefganggenehmigungsfrei verkehren.
3 Kommentare
wetten daß das wendebecken eher fertig ist als der „haltepunkt wechloy“!? (-;
…wetten, daß nach Fertigstellung des Wendebeckens unsere Cäcilienbrücke (angeblich) nicht mehr zu erhalten ist, abgerissen wird und der Küstenkanal verbreitert wird !!!
Naja, um das olle Ding ist es nicht schade. Die neue Brücke darf dann auch gerne etwas breiter sein, mit Extraspuren für Fahrräder.