Förderpreis für regionale Forschung vergeben
Landschaftspräsident Thomas Kossendey (links) und Beiratsvorsitzender Dr. Christian A. Fricke (rechts) überreichten Colja Wichers, Johannes Klingbeil und Steffen Schwalfenberg (von links) die Förderpreise.
Foto: Katrin Zempel-Bley
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Oldenburg (zb) – Erstmals hat die Oldenburgische Landschaft einen Förderpreis für regionale Forschung vergeben. Johannes Klingbeil, Steffen Schwalfenberg und Colja Wichers heißen die Preisträger, die alle an der Universität Oldenburg studiert haben und neben einer Urkunde 500 Euro Preisgeld erhielten.
Kultur, Wissenschaft und Natur des Oldenburger Landes bewahren und weiterentwickeln ist die Aufgabe der Oldenburgischen Landschaft. Ein ganz wesentlicher Partner dabei sind die Hochschulen der Region, in denen die Wissenschaft beheimatet ist und Forschung zu Kultur und Natur im weitesten Sinn stattfindet. „Diese Forschung, die neuen Erkenntnisse und die Diskurse an den Fakultäten sind es, die in den Augen der Oldenburgischen Landschaft in besonderer Weise gefördert werden müssen“, sagt Landschaftspräsident Thomas Kossendey. „Unser Wunsch ist es, mit der Auslobung eines regionalen Wissenschaftspreises für Nachwuchswissenschaftler das Interesse an regionaler Forschung zu wecken und zu stärken.“
So hat sich Steffen Schwalfenberg in seiner Magisterarbeit mit alternativem Küstenschutz auseinandergesetzt. Seine Arbeit entstand bewusst grenzüberschreitend an den Unis Oldenburg und Groningen. Denn er befasst sich in seiner Arbeit umfassend mit einer zweiten Deichlinie, so wie es in den Niederlanden durchaus auch üblich ist.
Colja Wichers widmet sich in seiner Bachelorarbeit der Architekturgeschichte der Stadt Oldenburg, die vom Krieg weitestgehend verschont aber von den Planern in den 1960 und 1970 Jahren ins Visier genommen wurde, was bis heute für kontroverse Diskussionen sorgt. Die Meinungen über den Baustil gingen und gehen bis heute auseinander. Viele alte Gebäude mussten damals neuen Verkehrsführungen weichen, wurden durch zeitgemäße ersetzt und haben Spuren hinterlassen.
Johannes Klingbeil befasst sich in seiner Masterarbeit mit einem kulturhistorischen Thema. Er untersucht den Oldenburger Singverein und das Männergesangswesen der 1820er bis 1840er Jahre. Ein bislang vollkommen unberührtes Thema. Während Männergesangvereine eher politisch orientiert waren, gehörten dem Singverein eher gutsituierte Bürger an, die sich die Wahrung des Guten und Schönen auf die Fahnen geschrieben haben, fand er heraus.
Insgesamt wurden 20 Arbeiten eingereicht, die eine Fachjury beurteilt hat, um die Preisträger zu ermitteln. Die prämierten Arbeiten werden in einer Publikationsreihe der Oldenburgischen Landschaft erscheinen. Der Förderpreis für regionale Forschung wird auch künftig ausgeschrieben werden, kündigt Thomas Kossendey an, der sich vom Niveau der eingereichten Arbeiten beeindruckt zeigte.
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