Wirtschaft

Startschuss für Fachkräfte-Initiative

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies zur Auftaktveranstaltung der Fachkräfte-Initiative in Oldenburg.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (links) begrüßte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies zur Auftaktveranstaltung der Fachkräfte-Initiative in Oldenburg.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg / zb – „Wenn wir Wohlstand und Wachstum sichern wollen, müssen wir ab sofort für ausreichend Fachkräfte sorgen“, stellte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies anlässlich der Auftaktveranstaltung zur Oldenburger Fachkräfteinitiative Donnerstagabend in Oldenburg klar. Die wurde von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zusammen mit der städtischen Wirtschaftsförderung angestoßen und stieß auf große Resonanz.

Rund 150 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutierten vielfältige Aspekte zum Thema Fachkräftesicherung. Es ging unter anderem um die Fragen, wie Oldenburg attraktiv bleibt für Fachkräfte aus dem In- und Ausland, welchen Beitrag Arbeitgeber in Oldenburg selbst leisten können, um Fachkräfte zu gewinnen und wie Flüchtlinge so schnell wie möglich integriert werden können.

Wirtschaftsminister Olaf Lies betonte die große Bedeutung, die vor allem regionale Fachkräftebündnisse haben. „Wir unterstützen diese Zusammenschlüsse mit insgesamt 26 Millionen Euro im Jahr. Damit wollen wir unter anderem dazu beitragen, das Fachkräftepotenzial von Frauen, Beschäftigungslosen, älteren Menschen und Migranten noch besser zu erschließen.“ Oldenburg gehört zum regionalen Fachkräftebündnis Nordwest, zu dem auch die Stadt Delmenhorst sowie die Landkreise Oldenburg, Vechta und Cloppenburg gehören.

In insgesamt sechs Workshops nahmen die Teilnehmer jetzt die Gelegenheit wahr, die Fachkräfte-Initiative inhaltlich mitzugestalten und weiter zu entwickeln. Dieses offene Modell hob der Minister als besonderes Merkmal hervor. „Hier sitzen alle Akteure – vom Arbeitgeber über Kammern und Verwaltung bis hin zur Arbeitsagentur und Gewerkschaften an einem Tisch und bringen ihre Ideen ein. Der Prozess ist also offen und darin liegt seine große Chance“, ist Lies überzeugt.

„Mit der Fachkräfte-Initiative stärken wir die gesamte Region rund um Oldenburg und geben den Firmen die nötigen Wachstumsperspektiven. Im Wettbewerb um die Mitarbeiter der Zukunft ist sie das richtige Instrument, um die anstehenden Herausforderungen zu bestehen“, setzt Krogmann große Hoffnungen auf das Bündnis.

In Workshops wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und Unternehmen diskutiert, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Aktivierung vorhandener Qualifizierungspotenziale. Die Ergebnisse sollen schließlich in Projekte münden, für die Gelder beim Ministerium beantragt werden können.

Bezüglich der Flüchtlingsproblematik räumte Lies ein, dass die Kommunen nur begrenzten finanziellen Spielraum hätten. Es sei höchste Zeit, dass das Problem nicht ständig auf die nächste politische Ebene geschoben würde, sondern eine konstruktive Lösung mit Vertretern von Kommunen, Land und Bund auf den Tisch kommt, denn ein Drittel der Flüchtlinge sei sehr gut qualifiziert und könnte schnell in die Arbeitswelt integriert werden.

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4 Kommentare

  1. V. Grahlmann
    12. Juni 2015 um 9.25 — Antworten

    Eine interessante und aufschlussreiche Reportage zu dem Thema findet man übrigens hier:

    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/hr/die-story-im-ersten-der-arbeitsmarktreport100.html

    Schade, dass die Medien weiterhin blind die Propaganda von Politik und Wirtschaft verbreiten, anstatt deutlich das eigentlich Problem aufzuzeigen!

  2. Dirk
    12. Juni 2015 um 19.51 — Antworten

    Traurig ist, dass sich die OOZ auch vor den Karren der Propaganda spannen lässt. Hätte anderes erwartet.

    LG

  3. Dirk
    13. Juni 2015 um 1.46 — Antworten

    Ich wiederhole mich immer wieder gerne mit folgendem Beispiel!

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    ABer Herr Krogmann hat bestimmt einen! Der macht echt da weiter, wo Schwander aufgehört hat! Alle Achtung – Hauptsache ein Foto mit ihm…

  4. Ina
    13. Juni 2015 um 18.08 — Antworten

    An die beiden Kommentarschreiber über mir: Man muss euch nicht verstehen, oder? „Propaganda von Politik und Wirtschaft“, „vor den Karren der Propaganda spannen“, „VW Golf VI“ – wovon sprecht ihr eigentlich?

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